Wohngemeinschaft Römergasse

Wohngemeinschaft Römergasse

Nachdem es im Jahr 2011 keine wesentlichen Veränderungen gab, ist der Jahresbericht eine gute Gelegenheit, die vergangenen 13 Jahre seit Beginn der WG Revue passieren zu lassen.
Wir haben damals eine Gruppe von 8 KlientInnen aus dem SMZOst, manche von ihnen waren bis zu 40 Jahre in psychiatrischen Einrichtungen. Damit sollten Menschen, die keine Psychiatriepatienten waren, aber aus Mangel an Behinderteneinrichtungen eben dort „aufbewahrt“ wurden, in Wohngemeinschaften ausgegliedert werden, um mit ihnen zu arbeiten. Es handelte sich vor allem um ältere Menschen, die BewohnerInnen waren 1997 zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Zum einen erwies es sich als sehr gut, dass die BewohnerInnen eine sehr homogene Gruppe bildeten und einander schon Jahrzehnte lang kannten, und zum anderen war das über viele Jahre hinweg beständige Team ein Erfolgsfaktor für die WG, sodass den BewohnerInnen in der Beziehungsarbeit ein großes Maß an Kontinuität geboten werden konnte. Positiv war und ist auch die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Werkstätten, welche unsere
BewohnerInnen besuchen.

Im Jahr 2007 kam es, bedingt durch den Verkauf des bisherigen Objektes, zur Übersiedlung von der Seitenberggasse in die Römergasse. Durch das Ableben eines Bewohners war eine Nachbesetzung notwendig geworden. Mittlerweile betreuen wir sechs männliche Bewohner und drei weibliche Bewohnerinnen. Durch den natürlichen Alterungsprozess unserer BewohnerInnen muss das Betreuungskonzept laufend verändert werden, da und dort
mit Abstrichen. Bei einigen BewohnerInnen gilt es nun, eher den erreichten Zustand zu bewahren und auf weitere Förderungsmöglichkeiten zu verzichten.

Dabei ist die Zielsetzung der Wohngemeinschaft nicht aus den Augen zu verlieren und nicht in eine Pflegeeinrichtung „abzugleiten“.

 

Norbert Mario Lesovský

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